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Fallstricke bei der Finanzierung – darauf sollten Sie achten

In den meisten Fällen läuft es bei einem Kredit glatt und Sie erhalten das Darlehen, welches Sie sich vorgestellt haben. Trotzdem gibt es in nicht wenigen Fällen sogenannte Fallstricke bei der Finanzierung, die nicht unbedingt mit einer Unseriosität des Angebotes einhergehen müssen, aber es handelt sich durchaus um Konditionen, die Sie so nicht in Betracht gezogen haben. Daher ist es wichtig, zunächst einmal Angebote zu vergleichen und in dem Zusammenhang eben nicht nur auf die Zinskonditionen zu achten, sondern einige Fallstricke im Hinterkopf zu haben. Wir möchten Sie im folgenden Ratgeber informieren, welche Fallstricke es bei welchen Finanzierungen geben kann, worauf Sie generell achten sollten und was Sie tun können, falls Sie der Auffassung sind, dass ein Kreditangebot einen Fallstrick oder gar eine nicht seriöse Kondition beinhaltet.

Belastung durch Dispozinsen wird oft unterschätzt

Ein klassischer Fallstrick zeigt sich vor allem bei den Dispozinsen. Zunächst einmal handelt es sich beim Dispositionskredit ohnehin bereits um ein relativ teures Darlehen, denn die Zinssätze bewegen sich oftmals zwischen 8 und bis zu 13 Prozent pro Jahr. Dennoch unterschätzen zahlreiche Kontoinhaber die Kosten, die letztendlich durch die Überziehung des Girokontos anfallen. Ein Grund besteht in einer Art Fallstrick, der allerdings vollkommen rechtskonform und absolut üblich ist. Der Fallstrick ist nämlich, dass die Belastung der Dispozinsen nicht jährlich stattfindet, sondern in aller Regel alle drei Monate mit dem Abschluss des Girokontos.

Wenn Sie nun allerdings in der quartalsweisen Abrechnung sehen, dass Sie beispielsweise bei einem in Anspruch genommenen Dispositionskredit in Höhe von 3.000 Euro „nur“ Zinsen in Höhe von beispielsweise 70 Euro zahlen müssen, kommt Ihnen dies vermutlich als durchaus akzeptabler Betrag vor. Würden Sie sich hingegen verdeutlichen, dass 70 Euro an Zinsen in jedem Quartal dazu führen, dass Sie jährlich fast 300 Euro Dispozinsen zahlen müssen, würden Sie sich vielleicht Gedanken darüber machen, den Dispositionskredit zu reduzieren und eine andere Finanzierung anzustreben. Daher lautet ein genereller Tipp, dass Sie eine Zinsbelastung entweder stets pro Monat oder pro Jahr ausrechnen. So ist auch eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Kreditarten gegeben, beispielsweise mit dem Ratenkredit oder auch mit einem Immobilienkredit, falls es um eine Immobilienfinanzierung geht.

Sondertilgung möglich, allerdings kostenpflichtig

Einen weiteren Fallstrick bei Finanzierungen gibt es häufiger im Bereich von Sondertilgungen. Sowohl bei Ratenkrediten als auch bei Immobilienkrediten sind derartige Sondertilgungen häufig zulässig, aber nicht selten mit einem „Haken“ versehen. Sondertilgungen sind nämlich zwar häufiger zulässig, allerdings nicht selten mit zusätzlichen Kosten verbunden. Dies trifft weniger im Bereich der Ratenkredite zu, sondern vor allen Dingen bei Immobilienfinanzierungen. Hier müssen Sie häufig unterscheiden, ob Sie sich für ein variabel verzinsliches Immobiliendarlehen oder für ein